Neue Link-Attribute bei Google – Sponsored und UGC

  • Autor:

    Yanduu Redaktion
  • Am:

    19.09.2019
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Neue Link-Attribute bei Google – Sponsored und UGC

Geschrieben von Yanduu Redaktion am 19.09.2019

Links sind die Grundlage vom Googles Ranking-Algorithmus. Rund 14 Jahre nach Einführung des Nofollow-Attributs, stellt Google nun zwei neue Link-Attribute vor – Sponsored und UGC. Zudem ändert Google die Behandlung dieser Attribute im Crawler und Ranking.

Webmaster können mit dem Nofollow-Attribut einzelne Links für die Suchmaschine entwerten – weder Crawler noch Ranking-Algorithmus sollten diese Links beachten. Nun aber hat Google eine Änderung beim Nofollow-Attribut angekündigt:

> Es gibt zwei neue Link-Attribute: ‘sponsored’ und ‘ugc’ - diese haben einen anderen Zweck als zuvor ‘nofollow’.

> Link-Attribute werden nicht mehr als Anweisung, sondern als Hinweis an den Crawler und Ranking-Algorithmus betrachtet.

> Die Anpassungen sind Rückwärtskompatibel – das heißt, es gibt keine Notwendigkeit für Änderungen an bestehenden Webseiten.

Die Attribute: rel=’sponsored’ & rel=’ugc’


Versah man einen Link mit dem Nofollow-Attribut, fiel er bislang vollständig aus der Linkbewertung bei Google raus. Das Attribut galt als Anweisung des Webseiten-Betreibers, dass er für den Link keine Verantwortung übernehmen will. Um Links genauer z u beschreiben, gibt es aber nun zwei weitere Link-Attribute.

Mit dem Sponsored-Attribut (rel=’sponsored’) sollen Links gekennzeichnet werden, für die eine Gegenleistung geflossen ist. Beispiele sind hier klassische Werbung, gekaufte Links, Empfehlungen, die es ohne Geld nicht gegeben hätte und vergleichbare Links.

Das UGC-Attribut (rel=’ugc’) steht für User Generated Content und soll angewendet werden, wenn nicht der Webseitenbetreiber selbst, sondern die Nutzer der Webseite Links setzen. Klassische Anwendungsfälle dafür sind Blogkommentare oder Links in Foren.

Das Nofollow-Attribut bleibt weiterhin gültig und behält seine ursprüngliche Aussage – der Webseitenbetreiber möchte diesem Link keinerlei Empfehlung abgeben.

Nofollow-Attribut – von der Anweisung zum Hinweis

Bislang galt das Nofollow-Attribut als Anweisung an die Suchmaschine – der Crawler sollte dem Link weder folgen noch sollte der Algorithmus den Link als Rankingsignal nutzen.

Dies hat sich nun geändert – aus der Anweisung ist ein Hinweis geworden. Ähnlich wie bereits bei der Behandlung von Hreflang-Tags, liest die Suchmaschine die Link-Attribute, nutzt sie aber nur als einen Hinweis auf die korrekte Behandlung des Links.

Das hat zur Folge, dass ab sofort alle per Rel-Attribut gekennzeichneten Links an den Ranking-Algorithmus weitergegeben werden. Ab dem 1. März 2020 wird der Googlebot diesen Links folgen und die Zielseiten indexieren.

Änderungen sind rückwärtskompatibel

Diese Änderungen sind (fast vollständig) rückwärtskompatibel. Es gibt für Webseitenbetreiber keinen Grund, Änderungen an der Linkauszeichnung bestehender Seiten vorzunehmen.

Es sollte aber beachtet werden, dass der Googlebot ab dem 1. März 2020 nun auch Nofollow-Links folgen wird. Allerdings war die Kennzeichnung eines Links mit Nofollow auch bislang keine wirksame Möglichkeit, um das Crawling von Seiten zu unterbinden.

Fazit

Große und wichtige Teile des Internets, wie beispielsweise die deutschsprachige Wikipedia, kennzeichnen ausgehende Links mittlerweile pauschal mit dem Nofollow-Attribut und entziehen sie somit dem Link-Graphen.

Google benötigt diese Signale aber für das Ranking. Deswegen wurden die beiden neuen Link-Attribute eingeführt. Links sollen besser differenzierbar sein.

Für Webseitenbetreiber sind die Änderungen aber eher kein Gewinn – sollte sowieso eine Überarbeitung der Link-Attribute anstehen, können die neuen Werte von Google genutzt werden – Ranking-Vorteile sollte man sich davon aber nicht versprechen.